Am 25. Juni 2026 veranstalteten engagierte Schüler/innen der Q1 am Cecilien-Gymnasium eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Hat Europa in einer neuen Weltordnung noch eine Zukunft?“.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Veränderungen Deutschland und die Europäische Union vornehmen müssen, um auch künftig politisch relevant zu bleiben.

Zu Gast waren die Politiker/innen Moritz Körner (FDP), Angela Erwin (CDU), Sammy Charchira (Die Grünen) und Sebastian Merkens (Die Linke). Der Vertreter der SPD fiel krankheitsbedingt kurzfristig aus.

Zu Beginn der Veranstaltung fand eine Ja/Nein-Fragerunde statt, die dem Publikum einen ersten Überblick über die Positionen der Parteien vermittelte. Dabei wurden unter anderem Fragen wie „Braucht Europa eine Atombombe?“, „Sollte die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben gelockert werden?“, „Braucht die EU schnellere Mehrheitsentscheidungen?“ oder „Braucht Europa mehr politische Integration?“ gestellt. Schon hier zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Gästen, sodass bereits früh deutlich wurde, dass es  in vielen Punkten keinen einfachen Konsens geben würde.

Im Anschluss stellten die verantwortlichen Schüler*innen gezielte Fragen an einzelne Politiker*innen. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Migrationspolitik, Sicherheitspolitik und Außenpolitik sowie der Zukunft der Europäischen Union. Besonders häufig wurde diskutiert, wie Europa in einer zunehmend unsicheren Welt handlungsfähiger werden kann. Auch die Abhängigkeit von den USA wurde, vor allen mit Blick auf Europas eigenständige Verteidigungsfähigkeit im Ernstfall, kritisch hinterfragt.

Ein weiteres zentrales Thema war der politische Rechtsruck in Deutschland. In diesem Zusammenhang wurde immer wieder die Brandmauer gegenüber rechtspopulistischen Parteien angesprochen. Diskutiert wurde vor allem, wie demokratische Parteien mit den Erfolgen rechter Parteien, wie der AfD, umgehen sollten und welche Verantwortung sie dabei tragen. Zu diesem Thema hatten die Vertreter der verschiedenen Parteien sehr unterschiedliche Meinungen.

Auch wirtschaftlich- und klimapolitische Fragen spielten eine wichtige Rolle. In den Diskussionen ging es unter anderem um die Zukunft europäischer Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Entwicklung. Hierbei wurde deutlich, dass Europa, darunter auch Deutschland, nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich vor großen Herausforderungen steht.

Zum Abschluss erhielten auch Schüler*innen aus dem Publikum die Möglichkeit, eigene Fragen zu Stellen, wobei unter anderem der Krieg in der Ukraine in Gaza angesprochen wurde.

Insgesamt zeigte die Veranstaltung, wie komplex die Fragen nach Europas Zukunft in einer neuen Weltordnung sind. Für Schüler*innen bot die Veranstaltung einen wertvollen Einblick in die Komplexität politischer  Entscheidungsprozesse und machte zugleich deutlich, dass Europa vor großen politischen sowie wirtschaftlichen Entscheidungen steht. Einfache Antworten auf die Frage nach Europas Zukunft seien nicht zu erwarten. Ob es den demokratischen Kräften gelingt, trotz unterschiedlicher Standpunkte gemeinsame Lösungen zu finden, wird sich in den kommenden politischen Auseinandersetzungen zeigen müssen.

Mila Funk und Amelie Mansfeld, Q1

„Ceci meets Europe“ – Podiumsdiskussion zu Europas Rolle in einer veränderten Welt
Cecilien-Gymnasium