Logo Europaschulen nrwLogo BotschafterSchule

Rund um den Jahrestag der Schumann-Erklärung, dem Gründungsimpuls zum europäischen Einigungsprozess, feiern auch wir am Cecilien-Gymnasium unseren Europatag. Neben Aktionen und Inhalten für die gesamte Schülerschaft richtet sich das Programm besonders an die Schüler:innen der Jahrgangsstufe Q1. Vorträge und Impulse von wechselnden Referenten aus Politik, Kultur und Wissenschaft, Planspiele und Workshops bieten den Schülerinnen und Schüler neue Einblicke in europäische Debatten, Konflikte und Probleme, die zu intensiven Diskussionen und einer vertiefenden Weiterarbeit anregen. Oder sie eröffnen über das Kennenlernen europäischer Nachbarn neue Perspektiven und erweitern so den persönlichen Horizont.

Darüber hinaus führen unsere Juniorbotschafter:innen an diesem mit allen sechsten Klassen eine Europarallye durch, die den Schüler:innen einen spielerischen Zugang zu Europa bietet.

Europatag 2026 

Am Freitag, den 8.Mai 2026 fanden bei uns am Cecilien-Gymnasium unterschiedliche Veranstaltungen im Rahmen unseres jährlichen Europatags statt. Dieser Tag bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit Europa auseinanderzusetzen, neue Perspektiven zu erlangen und ein Gefühl für die internationale Politik zu entwickeln. 

Für die Jahrgangsstufe Q1 wurde mit außerschulischer Unterstützung des Teams von „Demokratie lernen“ ein Planspiel zur Arbeit des Europäischen Parlaments durchgeführt. 

Gestartet hat der Tag pünktlich um 8.00 Uhr in der Aula, wo sich alle Schüler*innen zügig versammelten. Anschließend begann eine erste Einführungsphase, in der zum einen die europäischen Institutionen selbst und zum anderen die Zusammenarbeit zwischen ihnen besprochen und erklärt wurden. Dank interaktiver Fragen blieb die Veranstaltung interessant, gleichzeitig wurde sichergestellt, dass alle Schüler*innen ausreichende Grundkenntnisse für das in den nachfolgenden Stunden anstehende Planspiel erlangten. 

Die zentralen Themen des Programms waren Deep Fakes und Hate-Speech im Internet, sowie die Ausarbeitung sinnvoller Gesetzesvorschläge, um diesen Problemen entgegenzuwirken. 

Um die perfekte Überleitung zum Planspiel zu schaffen, nutzten die Veranstalter anschauliche Beispiele in Form von aktuellen Internet-Beiträgen bekannter Politiker, Social-Media-Postings, kurzen Videos. Auch hilfreiche Alltagstipps für den richtigen Umgang mit Deep Fakes und Hate-Speech wurden bereitgestellt. 

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit dem eigentlichen Hauptprogramm los. Für das Planspiel schlüpften wir alle in die Rolle fiktiver Europapolitiker*innen, um im Rahmen einer parlamentarischen Beratung ein Gesetz zum Umgang mit Hate-Spech und Deep-Fakes zu beraten und zu verabschieden. Zuvor an die Schüler*innen ausgeteilte Rollenhefte enthielten unter anderem Informationen über die Staatsangehörigkeit, die Fraktion, sowie den Ausschuss, dem die zugeteilte Rolle im 

Europäischen Parlament angehört. 

Ebenfalls in den Rollenheften enthalten waren Argumente für die eigene Position, welche durch einen Austausch mit den Mitgliedern der eigenen Fraktion weiter ergänzt und diskutiert wurden. 

So war alles vorbereitet für die Ausschüsse, in denen sich die Schüler*innen nun gemäß ihrer Rolle versammeln sollten. 

Unter der Leitung von je zwei, aus den Schülerreihen stammenden Vorsitzenden wurden innerhalb einer Stunde und unter spannenden Diskursen selbstständig zwei Gesetzesvorschläge erarbeitet, welche sich auf die Verantwortung von Online-Plattformen, Deep Fakes zu kennzeichnen bzw. zu löschen, sowie eine Bevollmächtigung der Plattformen, die Daten von 

Verbreiter*innen von Hate-Speech an nationale Behörden weiterzugeben, bezogen. 

Eine weitere Pause erlaubte es den Schüler*innen ihre Energiereserven aufzufüllen und die Aula auf die abschließende Abstimmung vorzubereiten. 

Erneut versammelt, wurden beide Vorschläge durch rasche Befürwortung einer klaren Mehrheit verabschiedet, wodurch das Planspiel letztlich gegen 13.00 Uhr ein gelungenes Ende fand. 

Insgesamt hat uns die Veranstaltung gut gefallen und einen detaillierteren Einblick in die vielschichtigen Vorgänge der Europäischen Union ermöglicht. Das Planspiel ist allerdings nicht nur bei uns gut angekommen, sondern auch unsere Mitschüler*innen haben die Abwechslung genossen und ohne die Bereitschaft, die Position einer – womöglich der eigenen Meinung widersprüchlichen – Rolle einzunehmen, wäre der Tag niemals so erfolgreich abgelaufen. 

Leider war die Zeit insgesamt etwas knapp bemessen, wodurch Diskussionen sowie die finale Abstimmung im Plenum, die für uns noch etwas ausführlicher und authentischer hätte ausfallen können, beispielsweise durch kurze Reden ausgewählter Schüler*innen, leider kurz gehaltenwerden mussten. 

Letztlich überwiegt für uns jedoch klar die Freude über den so gut gelungen Ablauf und die Möglichkeit, die europäische Politik durch persönliches Engagement besser zu verstehen. 

Demnach können auch die nachfolgenden Jahrgangsstufen durchaus gespannt auf die Europatage der kommenden Jahre sein. 

Franka Anheyer & Elise Walter (Q1) 

Cecilien-Gymnasium