Es ist Freitag nach der sechsten Stunde und der Zeitpunkt, in dem alle Schülerinnen und Schüler freudig in Richtung Wochenende stürmen. Alle? Nicht wirklich! Denn eine kleine naturverbundene Gruppe greift stattdessen lieber zu Schaufel, Harke und Gießkanne, um sich rund 70 Quadratmetern Grünfläche zu widmen. Die Rede ist von der Schulgarten-AG, die Herr Optehostert seit Schuljahresbeginn ins Leben gerufen hat. Der selbsterklärte Hobby-Gärtner berichtet, dass die Idee im Zuge der Projektwoche entstanden sei. Damals habe man aus dem Tümpel Bambus gesägt, mit diesem eine kleine Fläche bezäunt, die Erde besäht und der Natur ein Jahr lang Raum zum Wachsen geboten. Nun ziert ein Wuchs aus Ringelblumen, Margeriten, Wilde Möhre, Senf und Klatschmohn einen Bodenstreifen vor der Fassade des Hauptgebäudes. Damit war der Grundstein für die Schulgarten-AG gelegt.
„Mir bereitet es große Freude, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie viel Spaß es macht, etwas mit so wenig Geld wie möglich schaffen zu können“, erklärt der Religionslehrer, dessen zweites Projekt nun ein „kleines buntes Blumenmeer“ zur Zielsetzung hat. Dafür legen Herr Optehostert und seine Helfer vor dem Anbau aktuell ein Beet mit Heckenpflanzen und Bioland-Stauden aus dem Allgäu an, die vom Förderverein gespendet wurden. Diese Arbeit bleibt natürlich nicht ungesehen und erntet immer wieder interessierte Blicke. Beispielsweise auch von Ava aus der 5e. Neugierig war sie an der Absperrung zum Beet vorbeigelaufen und hatte wenige Minuten später selbst die Schaufel in der Hand. „Die Gartenarbeit mit den Pflanzen ist wirklich toll. Aktuell habe ich Saisonpause im Eishockey und kann mir sehr gut vorstellen, hier in den nächsten Wochen weiterzuhelfen“, erklärt Ava. Mitglied seit Tag eins ist hingegen Alexander aus der 7a, der sich bereits in den Projektwochen für die Natur begeisterte. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, einen Beitrag für die Natur und zur Verschönerung der Schule zu leisten“, nennt er seinen persönlichen Ansporn. Und wer weiß, vielleicht finden sich an den Freitagen ja noch tatkräftig helfende Hände, um dem Ceci einen weiteren bunten Anstrich zu verleihen.
Von C. Zabkar

Foto (von links): Alexander (7a), Herr Optehostert, Ava (5e), Ziqi (7a), Vincent (7e), Noah (7a)
